Technologie der Monitorpanels

Gepostet am Mrz 10, 2014 in Ratgeber | Keine Kommentare

Eine wichtige Komponente, die man beim Monitorkauf beachten sollte, ist die Wahl des richtigen Panels. Mit dem Begriff Panel ist die Art der Flüssigkristall-Technologie gemeint, die in Flachbildmonitoren verwendet wird. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Paneltypen unter anderem im Betrachtungswinkel, der Reaktionsgeschwindigkeit und der Farbdarstellung. Die drei bekanntesten Panels sind TN- (Twisted Nematic), VA- (Vertical Alignment) und IPS- (In-Plane Switching) Panels.

TN-Panel als günstigste Variante

IPS-Panel

© Yi Shiang – flickr.com

Die am weitesten verbreitete Paneltechnologie ist die Twisted Nematic-Technologie. Hierbei sind die stäbchenförmigen Kristallmoleküle so ausgerichtet, dass das Licht der Hintergrundbeleuchtung eine erste Filterschicht durchdringt, dann durch die Kristalle so gebrochen wird, dass es auch die zweite Filterschicht durchdringen kann und so der Pixel weiß erscheint. Wird nun eine Spannung angelegt, verändern die Moleküle ihre Anordnung, sodass das Licht nicht mehr so gebrochen werden kann, dass es die zweite Filterschicht durchdringen kann. Dementsprechend wird der Pixel dunkler.

Die TN-Technologie ist die, die in den meisten Monitoren genutzt wird. Sie stellt die günstigste der drei Varianten dar und überzeugt vor allem durch eine sehr schnelle Reaktionszeit. Daher bevorzugen Gamer diesen Paneltyp, da die Bilder weniger leicht verwischen. Die Nachteile der TN-Panels liegen allerdings in engen Betrachtungswinkeln und, im Vergleich zu den anderen beiden Typen, schlechterer Farbdarstellung.

Vertical Alignment

Bei den VA-Panels sind die Flüssigkristalle – wie der Name schon sagt – vertikal ausgerichtet und lassen das Licht ungehindert passieren; der Pixel ist weiß. Beim Anlegen einer Spannung neigen sich die Kristallmoleküle in die Horizontale und blockieren so den Lichtstrom, sodass der Pixel zunehmend dunkler wird.

Bei den Vertical Alignment Panels unterscheidet man eine ganze Reihe weiterer Kategorien wie MVA, PVA oder S-PVA. Allen gemeinsam sind allerdings folgende Eigenschaften: Die VA-Panels zeichnen sich vor allem durch große Betrachtungswinkel aus. Während TN Panel nur Winkel von horizontal etwa 150° und vertikal etwa 140° erreicht, liegen die Werte für beide Betrachtungswinkel beim VA-Panel bei circa 160°. Der Nachteil gegenüber den TN-Monitoren liegt allerdings in einem höheren Preis und einer längeren Reaktionszeit, was zu Motion Blurs, also Verwischungen bei schnellen Bewegungen führen kann.

IPS: Drehung in einer Ebene

IPS-Subpixel

© vuanomarco – flickr.com

Die dritte Panel-Technologie ist die In-Plane Switching (IPS) Technologie. Hier liegen die Flüssigkristallmoleküle alle waagerecht übereinander und drehen sich lediglich in einer waagerechten Ebene um ihre Achse. Sie verändern also nicht wie bei den TN-Panels ihre räumliche Anordnung zueinander, sondern drehen sich bei Anlegung einer Spannung. Auch hier färbt sich der Pixel mit zunehmender Spannung dunkler und bei fehlender Spannung sind die Moleküle so gedreht, dass das Licht die Filterfolien passieren kann.

Die IPS Monitore überzeugen vor allem durch eine sehr gute Farbdarstellung, hohe Kontraste und eine gute Blickwinkelstabilität. Allerdings benötigen die IPS Modelle eine starke Hintergrundbeleuchtung, was sich einerseits in höherem Stromverbrauch und auch in einem hohen Preis widerspiegelt.  Auch hier liegt die Reaktionszeit leicht unter dem Niveau der TN-Panels. Trotzdem gelten die IPS-Panels als sehr gut, weshalb sie auch häufig in Smartphones und Tablets eingesetzt werden.

 

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